Wir haben ein Zuhause! Hurra!

„Wenn nicht der Herr das Haus erbaut, dann müht sich jeder umsonst, der daran baut … “ (Psalm 127)

So haben wir in den letzten Jahren immer wieder gebetet – als die Kapuziner sich 2007 aus ihrem Kloster in Gmunden zurückgezogen haben oder auch, als das Haus der Jesuiten am Traunsee verkauft wurde (wir wohnten dort von 2007 bis 2010). Doch als die Häuser dann nicht an uns gingen, hat auch unser Gebetsengagement in diese Richtung wieder nachgelassen.
Generell haben wir schon in den ersten Jahren von KISI von einem eigenen Haus geträumt, angeregt durch das Haus der Stiftung de La Tour in Treffen (Kärnten), wo wir verschiedene Sommerwochen verbrachten. 2003 begann ein damaliger Jugendlicher mit einer monatlichen, zweckgebundenen Spende für ein KISI-Haus, die bis heute bei uns eintrifft. Eine KISI-Mutter, Renate, zeigte mir neulich einen Wochen-Gebetsplan, wo sie sich vor Jahren bereits vorgenommen hat, im Anliegen eines KISI-Hauses zu beten.

Und bekanntlich hört Gott unsere Gebete. In diesen Wochen und Monaten durften wir das auf eine Art und Weise erleben, wie wir es zuvor „nur“ von anderen gehört haben. Diese Zeilen schreibe ich (Hannes) bereits in „unserem“  KISI-Haus, für das wir vor einer Woche den Kaufvertrag unterschrieben haben. Und wenn ich „uns“ schreibe, dann ist genau das gemeint: Dieses Haus, sponsored by Gott, gehört allen KISIs.

All die vielen großen und kleinen Geschichten zu erzählen, die sich rund um den Erwerb dieses Hauses zugetragen haben, würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen. Deshalb in „Kurzform“:

März 2016: Hannes sucht für Freunde ein Haus und „stößt“ auf das spätere KISI-Haus.

Mai 2016: Das Haus wird erstmalig besichtigt. Resümee: tolles Haus mit entsprechendem Preis. Das Verkäuferehepaar kennen wir, da wir vor vielen Jahren bei ihrer Hochzeit gesungen haben und vor einigen Jahren auch einen Auftritt hatten, den der Verkäufer veranstaltete. Sie wären sehr erfreut, wenn wir das Haus erwerben könnten, da es quasi in ihrem Sinne weitergeführt werden könnte.
Wir starten mit dem Beten für „mehr Platz“.

05. August 2016: Am Ende der Frühmesse bekommt Hannes die Info, dass das Ehepaar sich durchgerungen hat, uns ab diesem Abend das Erdgeschoss des Hauses für die nächsten 2 Wochen zur Verfügung zu stellen. Immer wieder hatten wir in diesem Sommer erlebt, dass sich uns Türen verschlossen, die eigentlich schon offen waren: An diesem Morgen wusste ich noch nicht, wo am selben Abend an die 100 KISIs schlafen würden … Gott hilft spätestens rechtzeitig.

06.-19. August 2016: Wir beteten mit den Kindern: Herr, ist dieses Haus „unser“ Haus? Wir pilgerten betend rund um das Haus. Wir bestiegen die umliegenden Berge (inklusive Traunstein) und beteten „auf das Haus runter“. Wir beteten eine Novene (weitere sollten folgen). Wir hatten kein klares Ja, aber auch kein klares Nein. Eins jedoch stellten wir fest: Die Kinder fühlten sich wohl in diesem Haus. Wir Erwachsenen auch, ebenso die Jugendlichen.

Unser Herz hing jedoch nicht am Haus. Wir ließen es los, wohl wissend auch, dass die Kosten für das Haus mit 3 Millionen Euro beziffert waren. Wir wussten, dass wir gar nicht anzufangen brauchten unser Geld zusammenzulegen. Die Summe war eindeutig zu hoch. Nun: für uns.

Im weiteren Verlauf des Sommers beteten und fasteten wir in den Anliegen eines Quartiers. In der Zwischenzeit hatten nämlich 14 junge Leute ihren Dienst bei KISI als Volontärinnen und Volontäre begonnen und da reichten unsere zwei bisherigen Wohnungen am Grasberg platzmässig nicht mehr aus. Wir brauchten definitiv mehr Platz. Dass es so viel werden würde: Wer hätte das gedacht? Ehrlich gesagt: Wir nicht wirklich. Doch plötzlich vermehrten sich die Gebetseindrücke, dass Gott tatsächlich einen Platz für uns vorbereitet hat:

Nacht von 13. auf 14. September: Auf dem nächtlichen Weg von Volos (Griechenland) nach Medjugorje (Bosnien Herzegowina) mit dem Volontärsteam bekamen wir im hörenden Gebet folgende Zusagen: „Es ehrt mich, dass ihr mir so vertraut. Haltet eure Augen offen! Ich werde euch ein Haus geben. Ich werde es euch schenken.“

16. September 2016: Schloss Goldenstein, Salzburg. KEY-Wochenende. Wir halten die Augen offen und entdecken im Kloster der Schwestern einen KISI-Kalender für 2016. Groß steht da als Überschrift für den Monat September: „Wir haben ein Zuhause. Hurra!“ Die Aufregung ist groß: eine Bestätigung?!

18. September 2016: Messe zur Einführung des neuen Volontärsteams. Der zelebrierende Priester hat während der Messe den Eindruck, dass Gott ihm sagt, er solle einen Freund von sich fragen, ob dieser nicht für KISI etwas spenden könne.
Nach der Messe die Frage beim Mittagessen: „Hannes, braucht ihr Geld?“ – „Klar brauchen wir Geld. Unser Auto braucht immer mehr Reparaturen. Das letzte Arbeitsjahr hatten wir ein Minus im Budget. Und dann ist da noch dieser Vierkanthof. Hat dein Freund Geld in dieser Größenordnung?“ – „Das weiß ich nicht“, bekam ich zur Antwort.
Er hatte mit ihm (dem Freund) noch nie über so etwas gesprochen und es war ihm auch sehr peinlich zu fragen. Wir statten den Priester mit Werbematerial aus und beten.

20. September 2016: Zwei Anrufe vom Priester an diesem Tag.
Vormittags: „Bitte betet. Das Gespräch findet zu Mittag statt.“
Nachmittags: „Ich habe meinem Freund von euch und auch von dem Haus erzählt. Ich habe ihm ‚nur‘ erzählt, ich habe ihn nicht um Geld gefragt. Er meinte, dass er KISI nicht kenne, doch wenn der Priester meine, es sei was Gutes, dann würde er KISI gerne mit 500.000 € unterstützen!“
Wow! Wir waren überwältigt, dankbar und bewegt. Dabei war dies erst der Anfang.

27. September 2016, 15:00: Eine KISI-Abordnung besucht den Wohltäter, um sich zu bedanken und für ihn zu singen, ihn zu segnen.

29. September 2016: Die Kirche gedenkt der Erzengel Michael, Gabriel (der Jahresheilige von Hannes) und Rafael. Nach der Frühmesse ein vorsichtiger Blick auf den Kontostand: Die am 20.09. genannte Summe befand sich 2x auf unserem Konto! Wir waren überwältigt, dankbar und bewegt und lobten Gott!

Um es abzukürzen:

24. November 2016, 17:30: Wir feiern die erste Messe im neuen KISI-Haus. Es ist die Vorabendmesse zum Gedenktag der Hl. Katharina von Alexandrien. Zu Jahresbeginn wurde sie uns als Jahresheilige 2016 für KISI gezogen. Was für ein göttliches Timing. Eine Stunde zuvor hatten wir den Kaufvertrag unterzeichnet. Der Wohltäter hatte uns auf 3 Raten die nötige Summe überwiesen.

26. November 2016: Deborah, 8 Jahre, sperrt das Haus auf: KISI KEY bezieht erstmals Lager im KISI-Haus.

Wir können also zu Recht sagen:

1 Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut.
Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst.
2 Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.
3 Kinder sind eine Gabe des Herrn, die Frucht des Leibes ist sein Geschenk.
4 Wie Pfeile in der Hand des Kriegers, so sind Söhne aus den Jahren der Jugend.
5 Wohl dem Mann, der mit ihnen den Köcher gefüllt hat! Beim Rechtsstreit mit ihren Feinden scheitern sie nicht.“
Psalm 127

Zum Schluss noch Worte des Wohltäters:

„Nur noch etwas, das mir sehr ernst und wichtig ist: Danken und preisen Sie mit Ihrer Familie und den Kindern unserem Herrgott für diese Entwicklung. Ich weiß: Das tun Sie sowieso. Aber es ist auch die einzig richtige Adresse. Aber in unserem Fall habe ich wirklich nur eine Durchreich-Funktion. Sonst müsste der Allmächtige es vom Himmel auf Ihr Haus regnen oder plötzlich in Ihr Portmonee schmuggeln lassen. Das wäre dann ein echtes Wunder, womit er – so scheint es mir – auch für uns verständlich sehr sparsam umgeht.“


21 Responses
  1. Wow, ich bin überwältigt und hab Tränen in den Augen.
    Dank sei Gott für seine unermessliche Liebe zu uns Menschen.
    Gesegnetes Weihnachten und Frieden auf der Welt

  2. Gott tut vor unseren Augen offenbare Wunder und wir dürfen es sehen ! Halleluja!!!!! Welche Freude, unbeschreiblich!

  3. Gott ist unglaublich und groß!!! ER sorgt für Seine Kinder!!!
    ALLE EHRE gebührt IHM!!!
    Viel Freude und Segen im neuen Heim wünscht euch Liselotte (Tauernhof)

  4. Das ist GROSSARTIG! WUNDERBAR!!! HALLELUJA!!!! Ich freue mich für Euch! Es gibt noch heute Wunder, wie zur Zeit Don Bosco´s…….

    Ein wuderbarer GOTTESBEWEIS !!!
    Ich wünsche Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und weiterhin Gottes Segen für das Kommende Jahr!
    Ich habe bereits an meine „Stiefenkelkinder“ in Zagreb Kisi CD´s und die Pauli Bücher verschenkt . Sie sind begeistert.

    Alles Liebe URSULA ( Gmunden)

  5. Meine Seele preist die Größe des Herrn……
    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten…..
    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben!

    Man kann nur staunen und danken und sich mit euch freuen!
    Ursula (aus Wals)

  6. Franziska Neundlinger Antworten

    Ich bin überwältigt über Gottes wirken und auch über euer kostbares Beten. Wie schön ist es Gottes Wirken zu erfahren. Ich freue mich mit Euch!! Bless the Lord!!

  7. Mit dankbarem Herzen und großer Freude schreibe ich diese Zeilen:
    Mir wird immer mehr bewußt, daß „Himmel und Erde vergehen………(Mk 13,31), nicht aber der Plan Gottes mit uns!
    GOTT IST MENSCH GEWORDEN,
    um den Plan seiner Schöpfung zu vollenden: die Menschen an SEINER Fülle teilnehmen zu lassen!
    Auch unsere Zeit – trotz Krieg und Terror – wird zur Stunde Christi, der durch Jahrhunderte hindurch wirkt, wenn auch auf steinigen und oft dornigen Wegen! Wie dem auch sei, wir sind unbesorgt, denn es sind GOTTES WEGE!
    Und Ihr, liebe junge Freunde, geht in der Spur Gottes und wenn Ihr treu seid, hinterlasst ihr SPUREN DES HIMMELS!
    Ich bete für Euch!
    An alle und vor allem an meine Nichte, Jenny Kefer, liebe Grüsse, Sr. M. Paula Kefer

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