C(i)aorle

KISI-Familienwoche in Caorle, Italien, 31. August – 7. September

„Gracie“, das hört man bei der Familienwoche in Caorle sehr oft vom Personal. Wir als Teilnehmer sind es aber eigentlich die so dankbar sein dürfen. Man erlebt in Caorle eine Zeit als würde man bei jemanden in der Familie zu Gast sein. Man bekommt dreimal am Tag wunderbares Essen, die Anlage ist immer super aufgeräumt und jedes Mal wenn man dem Personal begegnet sieht man ein Lächeln und hört ein paar nette italienische Worte.

Ein kleiner Trupp mit einem voll beladenen KISI-Auto ist am Freitag früh morgens vom KISI-Haus aus Richtung Caorle aufgebrochen. Am Weg durften wir schon Gottes wunderschöne Schöpfung bewundern, die unterschiedlichen Landschaften und Natureindrücke sind immer wieder erstaunenswert.

In der Unterkunft in Caorle angekommen, haben wir nach dem Zimmerbezug die Woche gemeinsam mit dem Abendessen begonnen. Hier zeigte sich für mich wieder wie kreativ und liebevoll Gott ist, ein köstliches Abendessen mit Vor, Haupt und Nachspeise wurde uns serviert. „Herr lass all die Worte mein, ganz zu deiner Ehre sein, was ich heut erlebt mit dir, davon rede ich nun hier“. Diesen Spruch haben wir uns bei jeder Mahlzeit zugesprochen, wir wollten wirklich in dem Bewusstsein leben, dass Gott uns jeden Tag so viel schenkt und uns auch darüber austauschen was wir alles mit Gott erleben.

Die folgende Woche verging für mich dann wie im Flug. Wir starteten den Tag mit Morgenlob und Frühstück. Danach haben wir Messe gefeiert. Anfänglich haben wir italienische Messen in einer wunderschönen Kapelle neben dem benachbarten Campingplatz gefeiert, da unser „alter Bekannter“ Pater Friedrich und die Südtiroler Seniorentruppe, mit denen wir sonst immer Messe feiern, erst später angereist sind. Pater Friedrich hat uns einmal erzählt, dass man den Glauben nicht „hineinzwingen“ kann, sondern den Glauben „durch Liebe vorleben“ soll, denn Liebe kann bekehren.

Am Vormittag folge dann immer ein Programm für Kinder und Erwachsene, manchmal getrennt, manchmal gemeinsam. Wir haben den Fokus dieser Woche auf Familie (viel Zeit bewusst miteinander verbringen können) und Ganzhingabe an Jesus (gibt es vielleicht Bereiche in meinem Leben wo ich sage „es ist schwierig, aber ICH kann das schon irgendwie schaffen“, wir also Gott „gar nicht brauchen“) gelegt und uns über unsern Weg mit Christus ausgetauscht.

Wir haben eine Schnitzeljagd organisiert, bei der jeweils zwei Männer- und Frauengruppen ihre Talente, die sie von Gott bekommen haben, einsetzen mussten. Körper und Geist waren voll gefordert: eine Melodie entwickeln, Wasser von A nach B bringen, eine Choreografie erfinden und einstudieren, einen Schriftzug kreativ gestalten, eine menschliche Skulptur bauen, Schubkarre fahren, ein Rätsel aus allen Namen der Gruppe entwerfen und gemeinsam 100 Liegestütze schaffen. Bei diesen 8 Stationen waren unsere jungen und alten Teilnehmer voll gefordert.

Voll gefordert wurden auch diejenigen, die ein paar Zirkus Kunststücke unter der Anleitung von Simon und Tamara eintrainiert haben. Und beinahe alle Teilnehmer wurde bei einem „Vertrauensspiel“ seht gefordert, bei dem die Jüngeren einen Parkour im Turnsaal aufgebaut haben, welcher anschließend mit verbundenen Augen passiert werden musste. Die Herausforderung war hier wirklich auf die Stimme des „Hirten“ zu hören und zu vertrauen, dass dieser sich gut um einen kümmert. Es war wirklich erstaunlich was für ein kreativer, lustiger und herausfordernder Parkour hier gezaubert wurde. Mit verbundenen Augen über eine Turnmatte gehen ist ein Gefühl, dass man sonst nicht so oft spürt.

Neben ein paar Zeiten zum DVD schauen, gab es auch kulturelle Ausflüge in die Umgebung: eine Gruppe hat sich einen Nachmittag lang Venedig angesehen, an einem anderen Tag verbrachte eine Gruppe den Abend in Caorle, inklusive Pizza und Straßenkünstlern.

So vergingen die Tage wie im Flug und schon war der letzte Abend gekommen. Die eintrainierten Zirkusnummern wurden präsentiert und die kleine Bühne im Saal war für einen offenen bunten Abend offen. Nach viel lachen, Singen und Tanzen haben wir den Abend an einem Lagerfeuer am Strand ausklingen lassen.

Den letzten Tag haben wir dann mit einer Reflexionsrunde und einem festlichen Mittagessen inklusive Geburtstagsfeier ausklingen lassen. Anschließend wurden die Autos befüllt und wir haben uns alle auf die Reise Richtung Heimat gemacht.

Danke an alle Teilnehmer, an das Organisationsteam und an Klaus und sein Team vor Ort für die herrliche Zeit, Gott sei gedankt!

Ich, Chris G., bin dabei.


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