WJT, Tag 2: Die ersten Barmherzigkeitspokémon sind ins Netz gegangen!

KISI am Weltjugendtag, Tag 2: Dienstag, 26. Juli 2016

Wie ihr schon aus unserem gestrigen Eintrag wisst, sind wir in diesen Tagen auf der Suche nach sichtbaren Barmherzigkeitsspuren, auch genannt „Barmherzigkeitspokémon“. Die Zahl unserer heute gesammelten Kilometer ist nicht so beachtlich wie die gestrigen 1061 Kilometer – man muss allerdings bedenken, dass wir viele davon zu Fuß zurückgelegt haben. Dementsprechend tun unsere Füße nun weh. Das war’s aber wert, denn wir haben schon ziemlich viele „Pokémon“ gefangen. Hier berichten ein paar KISIs von ihren Fängen:

Tabea M.:
„Aufgrund unserer sehr gastfreundlichen Gastfamilie, die uns förmlich mit Essen überschüttet, sind uns heute einige Essensmarkerl übrig geblieben. Also machte ich mich auf, ein Barmherzigkeitspokémon zu fangen und prompt wurde mir dieser Wunsch erfüllt, indem Gott mir einige Menschen schickte, die sich riesig über die geschenkten Essensmarkerl freuten. Danke, ABBA!“

Birgit M.:
„Nach dem Österreichertreffen sangen wir spontan für einige Umstehende. Dabei kam ein afrikanischer Priester auf mich zu und sagte mir: „Euch heute hier singen zu hören ist mein Geschenk von Gott an diesem Tag. Ich bin die Urlaubsvertretung in Katsdorf, Oberösterreich und habe dort zwei KISI-CDs geschenkt bekommen. Ich liebe die Lieder und nun habe ich euch hier in echt getroffen! Gott ist so gut zu mir!“

Christina D.:
„Wir sind zum Österreichertreffen gegangen und haben versucht, uns davor etwas zu essen zu holen. Leider konnten wir nirgends unsere Gutscheine einlösen, weil sie niemand genommen hat! Es hat mich schon ziemlich genervt, weil ich Hunger hatte, ich Kopfweh hatte und es mir einfach nicht gut gegangen ist. Als wir dann beim Lobpreis vom Österreichertreffen waren, hatte ich zuerst keine Lust, mit Gott zu reden, doch dann entschied ich mich ganz bewusst dazu, Gott all meinen Ärger und meine Schmerzen zu geben und ihm alles zu sagen. Nachdem ich ihm alles erzählt hatte, wurde ich still und genoss einfach seine Gegenwart. Dabei hatte ich das Gefühl, dass alles um mich herum verschwand und einfach nicht mehr wichtig war – nur ich und Gott! Ich durfte zum ersten Mal erfahren was folgender Bibelvers bedeutet: „Wenn ihr mühselig und beladen seid, kommt zu mir! Ich will euch Ruhe geben!“ Gott gab mir durch seine Nähe neue Kraft, Freude und Frieden! Und er nahm sogar meine Kopfschmerzen weg. Nach dieser Stärkung von Gott konnte er mich dann gebrauchen und ich durfte für jemanden beten und ihm ein Wort von Gott geben. Gott ist in meiner Schwäche mächtig und gebraucht mich auch in diesen Zeiten! Ihm sei alle Ehre, von nun an bis in Ewigkeit! Amen.“

Johanna B.:

„Als wir in Krakau ankamen, ging es gleich mal auf die Bühne für den Soundcheck. Zuvor hatten wir im Bus für den bevorstehenden Auftritt gebetet und auch in der Tageslesung gehört, dass nicht wir, sondern Jesus der Mittelpunkt unserer Predigt sein soll. Motiviert stehen wir auf der Bühne. Es sind Leute da und jubeln uns zu. Die Techniker brauchen noch etwas Zeit für das Aufbauen der Mikrophone. Was tun? Wir singen einfach irgendein cooles Lied, dass den Leuten gefällt – Der Gedanke wird gleich in die Tat umgesetzt! Es bleibt noch mehr Zeit und unser Leiter nutzt die Zeit, um Gebet und Lobpreislieder anzustimmen. Ich ärgere mich über mich selbst, dass ich zuerst die Menschen im Fokus hatte und nicht Gott. Und dann berührt Gott mein Herz und lädt mich sanft ein, „barmherzig zu sein“ und zwar mit mir selbst! ich ringe noch während der Gebetszeit damit und lasse mich drauf ein: Barmherzigkeit leben und erleben – ich freu mich auf mehr! Ich habe dann gleich auch noch ein zweites Barmherzigkeitspokémon gefangen an dem Tag: Ich sitze im Österreichertreffen und meine Schützlinge haben Hunger. Ich biete ihnen an, dass ich Essen suche für alle, während sie beim Treffen sein können. Aber irgendwie möchte ich bleiben, beim Lobpreis, bei der Anbetung und den wertvollen Worten der Bischöfe. Ich entscheide mich gegen das Essen holen und hoffe, dass die Mädels meine Entscheidung nachvollziehen können. Wunderschöne Begegnungen mit Gott und lieben Menschen folgen. Und kaum ist das Treffen aus, werden wir überreich beschenkt mit Essen und Getränken. Ich bin überwältigt und dankbar für diese gelebten Werke der Barmherzigkeit uns Pilgern gegenüber! Und dankbar für so viele schöne Momente.“

Übrigens: Wer sich noch ein bisschen genauer dafür interessiert, was wir so den ganzen Tag über erlebt haben, findet darüber einen Bericht auf dem Blog von weltjugendtag.at.


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